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Krise = Trennung oder Krise = Chance?

In einer  Paarbeziehung kann durch Veränderung und Entwicklung der Eindruck entstehen, dass der Partner/die Partnerin nicht mehr die Person ist in die man sich einst verliebte.

Veränderung und Entwicklung gehören jedoch zum Leben eines jeden Menschen dazu und begleiten uns ein Leben lang. Nichts geschieht von heute auf morgen. Vor allem unsere persönliche Entwicklung und der stetige Wandel unserer Lebenssituation haben oft Auswirkungen auf die Paarbeziehung.  Beispiel: Befindet man sich gerade in einem Umbruch die Arbeit betreffend und fängt vielleicht eine völlig neue Ausbildung an(dies eventuell auch noch berufsbegleitend) kann es schnell passieren, dass man übersieht, das emotionale Band der Liebe ausreichend zu pflegen. Ebenso können Lebensübergänge wie das erste Kind, chronisch kranke Kinder oder Partner, herausfordernd für eine Beziehung sein.

 

Während einer Paarberatung biete ich als neutrale Person Raum für Gespräche, Entlastung, Emotionen, Wünsche, etc. Mit dem Ziel die gemeinsame aber trennende Zeit abzuschließen und neues entstehen zu lassen. Ich unterstütze Sie dabei, ihren Partner/ihre Partnerin und sich besser verstehen zu lernen, festgefahrene Kommunikationsmuster zu durchbrechen und gemeinsame Lösungen zu finden. Ich unterstütze sie dabei, wieder in ihre Kraft zu kommen, Entscheidungen zu treffen und herauszufinden wo ihr Fokus liegt (auf das trennende oder das verbindende). Hat sich einer der Partner innerlich bereits getrennt, ist es wichtig einen guten Abschluss der Paarbeziehung zu finden. Ein besonderes Augenmerk habe ich hierbei auf Kinder. Da ein Kind bzw. Kinder immer zum Teil Mutter als auch Vater sind, ist es für deren gesunde Entwicklung wichtig, die Teile des anderen anzuerkennen und zu würdigen. Die Methode des Figurenstellens ist hierbei ein sehr wirksames Werkzeug.

 

Gibt es ein „Fremdgehen“ dann muss man darüber sprechen. Man kann es nicht einfach ignorieren und weiter machen, denn das Thema löst sich nicht in Luft auf. Der betrogene Partner wird stark in seinem Selbstwert verletzt und das gegenseitige Vertrauen wird stark in Mitleidenschaft gezogen. Wenn sich beide darum bemühen, kann es gelingen, die Beziehung und das Vertrauen wieder aufzubauen. Eine gelebte Sexualität mit seinem Partner/seiner Partnerin ist in langjährigen Beziehungen nicht immer einfach aufrechtzuerhalten. Offene Gespräche über das, was fehlt sind unumgänglich. Was mich zu meinem nächsten Punkt führt.

 

Elternschaft und Liebespaar

Die Grundbedürfnisse eines Kindes sind:

·         Das Gefühl ein wertvolles Familienmitglied zu sein

·         Umsorgt zu werden

·         Die Entwicklung persönlicher Integrität, der Selbstachtung und des Verantwortungsgefühls

 

Die Verantwortung für das Erfüllen dieser Bedürfnisse liegt in erster Linie bei den Eltern. Diese sollten daher gut für sich selbst und den Partner sorgen. Denn so wie es den Eltern geht, geht es folglich den Kindern, da sich deren Befindlichkeit auf die Kinder auswirkt.

Zweifellos ist es daher das größte Geschenk von Eltern an ihre Kinder und man braucht kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn man sich angemessene Zeit für die Paarbeziehung und sich selbst nimmt.

 

Kinder haben eine ganz klare Einstellung zu Konflikten und Scheidung: Sie mögen sie nicht! Der Grund dafür ist unter anderem, dass Kindern der Weitblick und die Erfahrungen fehlen. Hinzu kommt, dass die Eltern nicht einfach eine nicht vorhandene Harmonie vortäuschen können und so weiter leben als würde alles in Ordnung sein. In einer Familie ist jeder mit jedem verbunden, was einem Familienmitglied widerfährt, wirkt sich auch auf die anderen Mitglieder aus. Im Zusammenleben zweier Erwachsenen gibt es natürlich zahlreiche Konflikte. Die einen sind nichtig, die anderen wiederum haben eine tiefgehende existentielle Bedeutung. Krisen zu überwinden, lassen eine Beziehung wachsen und sind auch für die Kinder wichtige Lernprozesse.

Für Kinder ist es sehr wichtig, wie vertraut Mutter und Vater miteinander umgehen. Es scheint, als würden sie am glücklichsten aufwachsen, wenn Mama und Papa aneinander interessieren und sich liebevoll begegnen.

Eine Trennung ist dennoch manchmal unumgänglich und Eltern sind gefordert eine gute Basis zu finden, um den Kindern eine gesunde Entwicklung zu ermöglichen. Als alleinerziehende Mutter, weiß ich wie herausfordernd dies sein kann.

 

Persönliche Anmerkung: Ich bin davon überzeugt, dass jeder sein Bestes gibt und seinen Möglichkeiten entsprechend richtig handelt.

 

Die Liebe zwischen Mann und Frau ist eines der belohnendsten und befriedigendsten Gefühle, welches der Mensch erfahren kann. „Ohne Lieben und geliebt werden schrumpfen und sterben die Seele und der Geist“ (V. Satir). Liebe alleine kann aber nicht alle Anforderungen des Lebens erfüllen und bewältigen. Dazu benötigen wir Fähigkeiten wie Intelligenz, Wissen und ein gewisses Maß an Bewusstsein.

 

Eltern sind gefordert ein gesundes Gleichgewicht zwischen der Partnerrolle und der Elternrolle zu finden. Wie kann das gelingen?

 

Reden sie miteinander!

Ein persönlicher Dialog ist eine hilfreiche wenn nicht sogar die wichtigste Methode, Konflikte innerhalb der Familie zu bearbeiten und somit neue Energie zu erlangen, sich persönlich zu entwickeln und die Nähe zum Partner zu fördern.  Steht in einer Beziehung etwas auf dem Spiel, ist es oftmals schwierig einen persönlichen Dialog zu führen. Der Wunsch, den anderen an sich heran zu lassen wird von Ängsten wie entlarvt, verurteilt oder kritisiert zu werden, verdrängt. An Stelle des persönlichen Gespräches, welches Nähe schaffen soll, treten dann oft Streitereien, Meinungsverschiedenheiten oder Schweigen auf. Dies kann in der Paarberatung gut bearbeitet und begleitet werden.

 

In einem persönlichen Gespräch (nicht per Nachrichten) spricht man von sich selbst: Über seine Gefühle, Gedanken und Wertvorstellungen. Dies kann ganz leicht sein, solange man sich dieser Gefühlsregungen bewusst ist. Kommen jedoch Gefühle wie Angst, Frustration, Unsicherheit, Schamgefühl, Schuldgefühle, Hilflosigkeit und Bestürzung dazu, kann man überempfindlich werden und geht in die Defensive. ( Gefühle dieser Art kann man auf den Grund gehen, woher sie kommen, ob es eigene Gefühle oder übernommene Gefühle sind usw.). In solchem Fall braucht man Wärme, Geborgenheit, Interesse und Anerkennung vom Gegenüber. Die meisten Paare müssen dies erst gemeinsam erlernen und bereit sein gemeinsam zu wachsen und zu lernen. Zwischen diesen Dialogen finden auch immer wieder spontane Auseinandersetzungen statt, was sein Gutes hat, denn durch unüberlegte Äußerungen findet man heraus, was in einem selbst und dem Gegenüber wirklich vorgeht.

 

Zehn Minuten täglich

  • Wenn sie von der Arbeit nach Hause kommen, nehmen sie sich ein paar Minuten Zeit füreinander, setzen sie sich  zusammen und reden sie über positive Themen. Vermeiden sie das Spiel „Wer hatte den schlimmsten Tag?“ Aber nur wenn sie mögen, sie können auch schweigen und sich einfach nur darüber freuen, zusammen zu sein.
  • Knabbern sie ein paar Nüsse, ein Stück Käse oder Obst, irgendetwas Gehaltvolleres, was den knurrenden Magen beruhigt und sofort Energie gibt. 
  • Achten sie darauf, dass sich die Kinder zurückziehen. Sie bekommen später wieder Aufmerksamkeit. Es handelt sich nur um zehn Minuten.

 

Kinder benötigen ebenfalls täglich ihre ungeteilte Aufmerksamkeit. Es hat mehr Qualität wenn sie Ihnen eine halbe Stunde ihre volle Aufmerksamkeit schenken als einen ganzen Abend mit ihnen zu spielen während der Fernseher läuft.

 

  •  Wenn sie mögen trinken sie ein Glas Wasser oder was ihnen sonst so schmeckt.

 

In kurzer Zeit hat man sich auf diese Art soweit heruntergefahren, dass mit den abendlichen Aktivitäten begonnen werden kann. Das Abendessen kann zubereitet werden, oder man spielt mit den Kindern, wenn man den ganzen Tag nicht zu Hause war. Es geht alles viel leichter von der Hand, da sich der persönliche Rhythmus einschließlich der Pulsfrequenz auf den des Partners der Partnerin eingestellt hat. Ein ganz einfaches aber wirkungsvolles Ritual.

 

Erotik

Ihr Leben sollte möglichst so strukturiert werden, dass Raum und Energie für Erotik bleibt. Diese kann neue Kräfte für den Alltag schenken, aber sie braucht Zeit und Aufmerksamkeit. Eine gelebte Sexualität ist das Ergebnis von Nähe, Intimität und Gemeinschaftsgefühl. Steigern sie die Lust aufeinander. Konflikte in diesem Bereich lassen sich nur über ein persönliches Gespräch lösen. Ein aktives Liebesleben ist keine Voraussetzung für ein geglücktes Zusammenleben, sondern eher eine Konsequenz, die von der Kompromissbereitschaft beider, sich auf das Terrain des anderen zu wagen, abhängt. Dies bedeutet, dass z.B. der Mann bereit sein sollte, dem Bedürfnis der Frau nach emotionaler Nähe entgegenzukommen und dass die Frau wiederum anerkennen sollte, dass Sexualität für ihn der kürzeste Weg zur von ihr gewünschten Nähe ist.

 

Im Schlafzimmer ist kein Platz für Streitgespräche oder einen Fernseher – sondern der Platz wo sich Mann und Frau begegnen und sich Zeit und Intimität schenken. Das ist IHRE Zeit.

 

An sich selber denken und Energie tanken

Man darf sich gerne immer wieder die Frage stellen „Was brauch ich gerade, damit es mir gut geht und ich in meiner Mitte bin?“ Dies ist nicht egoistisch, sondern sogar von enormer Bedeutung. Es ist nicht wichtig ob es beispielsweise Sport, Kunst, gesellschaftliche Anlässe, Gartenarbeit, Meditation oder etwas ganz anderes ist. Am wichtigsten ist, dass jeder angemessen für sich selbst sorgt.

Überlastete Eltern oder Paare, die nicht mehr liebevoll miteinander umgehen, erreichen irgendwann den Punkt, wo sie es nicht mehr schaffen, liebevoll und fürsorglich mit ihren Kindern umzugehen. Schnell fallen die Kinder zur Last und man kann sich nicht mehr an ihnen erfreuen. Achten sie daher auf ihre psychische und physische Gesundheit und tun sie sich regelmäßig was Gutes. Was sie für den Alltag stärkt und ihnen Ausgleich beschert. Etwas was nicht mit Elternsein zu tun hat.

 

Zusammenfassend kann man sagen:

Es braucht Klarheit! Klarheit darüber, wo die Reise als Paar hingeht und ob sie als Paar gemeinsam weitergeht oder ob es besser ist sich zu trennen. Trifft letzteres zu, benötigt es klare Eltern und einen sauberen Abschluss.

 

Von einer Partnerschaft erwarten sich viele Menschen heute alles: Liebe und Achtung, Sicherheit und emotionales Versorgt sein, Treue und Leidenschaft, Freundschaft und ekstatische Sexualität, Zärtlichkeit und spirituelles Wachstum. Ganz schön viel, was hier – meist unbewusst – verlangt wird (R.Betz)

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